Kulturpolitik

Kulturpolitik Bild vergrößern (© Juergen Stumpe, Berlin)


Spanien ist ein an historischen Kulturschätzen ausgesprochen reiches Land. Von steinzeitlichen Höhlenmalereien über Zeugnisse der keltischen, phönizischen und römischen Epoche, der maurischen Periode und dem Mittelalter bis zu den Kunstschätzen der Neuzeit sind alle Elemente vorhanden, die das Land zu einem Anziehungspunkt für den kulturhistorisch interessierten Besucher machen.

Nicht weniger reichhaltig und lebendig ist die aktuelle Kunst- und Kulturszene. Dies gilt nicht nur für die Metropolen Madrid und Barcelona, sondern zunehmend auch für die übrigen Regionen. Die nach dem Ende der Franco-Zeit einsetzende Öffnung Spaniens hat sehr schnell zu einer Internationalisierung gerade auch des Kulturlebens geführt. Dreimal bereits wurden spanische Städte als Kulturhauptstadt Europas ausgewählt (Madrid 1992, Santiago de Compostela 2000 und Salamanca 2002).

Kunst und Kultur werden aus öffentlichen Haushalten und durch private Stiftungen in erheblichem Maße gefördert. Eine besondere Rolle spielen dabei die zahlreichen Festivals, zu denen regelmäßig hervorragende Vertreter aller Sparten der Darstellenden Kunst aus dem Ausland nach Spanien kommen. Mit dem Prado-Museum, dem Museum für zeitgenössische Kunst "Centro de Arte Reina Sofía" und der Sammlung Thyssen-Bornemisza verfügt Madrid über Kunstbestände, die die Stadt zu einem der interessantesten Museumsstandorte weltweit machen.Im spanischen Schulsystem ist die Schulpflicht bis zum 16. Lebensjahr verankert. Die Kompetenzen in diesem Bereich sind seit dem Beginn der 80er Jahre ganz überwiegend auf die Autonomen Gemeinschaften (vergleichbar unseren Bundesländern) übergeleitet worden. Gemäß Hochschulrahmengesetz vom April 2007 erfolgt an den Hochschulen des Landes die sukzessive Umstellung auf Studiengänge, die sich an den Vorgaben zur Errichtung eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraumes orientieren (Bologna-Kriterien).

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Gemälde «Guernica»