Deutsch-spanische Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland und Spanien sind wichtige Handelspartner. 14% der spanischen Importe stammten 2016 aus Deutschland. Damit ist Deutschland wichtigstes Lieferland Spaniens nach Frankreich und mit einem Anteil von 11% an der gesamten spanischen Warenausfuhr zweitwichtigster Abnehmer spanischer Produkte. In der Rangfolge der Handelspartner Deutschlands belegt Spanien bei den deutschen Exporten  Platz elf und bei den deutschen Importen  Rang zwölf.

Das bilaterale Handelsvolumen lag 2016 mit einem Wert von 65,6 Milliarden Euro um 4% über dem Vorjahreszeitraum. Deutschland exportierte Waren im Wert von 36,8 Milliarden Euro nach Spanien (+3% gegenüber dem Vorjahr). Deutschland importierte Waren aus Spanien im Wert von 28,7 Milliarden Euro (+6% gegenüber dem Vorjahr).

Deutschland exportierte 2016 vor allem Maschinen, Autos und Kfz-Teile, chemische Erzeugnisse und Nahrungsmittel nach Spanien. Bei der deutschen Wareneinfuhr aus Spanien standen Kfz und Kfz-Teile an erster Stelle, gefolgt von chemischen Erzeugnissen, Maschinen und Nahrungsmitteln.

Die Deckungsquote der spanischen Importe aus Deutschland durch die spanischen Exporte nach Deutschland lag 2016 bei 78%.

Das Handelsbilanzdefizit Spaniens mit Deutschland wird zu einem beträchtlichen Teil durch die Ausgaben der deutschen Touristen in Spanien ausgeglichen, die sich in der Dienstleistungsbilanz niederschlagen. 2016 besuchten  über elf Millionen deutsche Touristen Spanien (+6% gegenüber dem Vorjahr). Mit einem Anteil von 1 5 Prozent lagen die deutschen Touristen an dritter Stelle der ausländischen Besucher nach Briten und Franzosen.

Die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Spanien zeigen sich nicht nur im Außenhandel und im Tourismus, sie kommen auch in der Entwicklung der Direktinvestitionen zum Ausdruck.

Die über 2.000 deutschen Unternehmen, die mit Tochtergesellschaften laut dem spanischen Statistikinstitut INE in Spanien präsent sind, sind ein bedeutender Faktor der spanischen Volkswirtschaft. Viele von ihnen sind in der 1917 gegründeten Deutschen Handelskammer für Spanien (AHK Spanien) organisiert. Die Geschäftstätigkeit deutscher Niederlassungen in Spanien sichert der Deutschen Bundesbank zufolge 206.000 direkte Arbeitsplätze in Spanien. Der Umsatz der deutschen Unternehmen in Spanien lag 2014 (letzte veröffentlichte Zahlen der Deutschen Bundesbank) bei 82 Milliarden Euro.

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen in Spanien trägt zusätzlich die Verantwortung für Aktivitäten in Drittländern, insbesondere in Portugal und Lateinamerika.

Der Bestand der unmittelbaren deutschen Direktinvestitionen in Spanien lag 2014 bei 30 Milliarden Euro. Die unmittelbaren spanischen Direktinvestitionen in Deutschland beliefen sich 2014 auf 15 Milliarden Euro.

 

Stand:  Februar 2017

Quellen: Ministerio de Economía y Competitividad, INE, Bundesbank, AHK Spanien

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